Sex mit über 60 Jahren? Aber sicher

Männer haben ihren sexuellen Höhepunkt Anfang zwanzig. Da sich die gesellschaftliche Struktur in den vergangenen Generationen geöffnet hat, leben nicht wenige junge Männer diese Zeit auch voll und ganz aus und haben Sex mit so vielen verschiedenen Frauen, wie ihnen möglich ist. Bei den Frauen ist dies anders. In ihren zwanziger Jahren entdecken sie ihren Körper und den Sex behutsamer, ihr sexueller Höhepunkt findet mit Mitte dreißig statt, wenn ihr Partner, mit dem sie oftmals schon mehrere Jahre zusammen ist, schon gesetzter wurde. Das hat seinen Grund, Frauen genießen Sex mehr, wenn er mit einem Mann stattfindet, dem sie vertrauen. Daher ist ihnen auch Sex im höheren Alter wichtig. Damit es mit 60 Jahren und darüber auch klappt, sind einige Tipps zu beachten.

Vom potenten Hengst zum gesetzten Gentlemen

Es ist für viele Männer nicht leicht, älter zu werden. Mit zwanzig Jahren stehen sie noch voll und ganz in Saft und Kraft, die Muskeln sind in der Regel fest, die Haare voll und die Sexualhormone fließen fröhlich. Kaum ein Mann, der in dieser Zeit etwas anbrennen lässt. Ob in der Bar, auf einer Party oder im Alltag – man nutzt jede Gelegenheit, um eine Frau ins Bett zu bekommen. Doch die Zeit lässt sich nicht aufhalten, so schade es ist. Es hat aber auch gute Seiten älter zu werden. So findet Mann in seinen Zwanzigern auch zumeist die Frau seines Lebens, mit welcher er eine Familie gründet und Kinder zeugt. Doch andererseits ist das Alter unerbittlich. Die Haare fallen aus, der Bart wird grauer und die Sexualhormone fließen nur noch spärlich. Der Sex wird naturgemäß weniger, schlimmstenfalls entwickelt der Mann im Alter eine erektile Dysfunktion.

Zivilisationskrankheiten durch falsche Ernährung

Um auch bis ins hohe Alter sexuelle aktiv sein zu können, sollte Mann auf sich achten und einige Tipps befolgen. Die wichtigste Regel dabei ist es, den inneren Schweinehund zu überwinde, sowohl hinsichtlich der Ernährung als auch hinsichtlich der weiteren gesunden Lebensweise. Tiefkühlpizza, weißes Brot, ungesunde tierische Fette und weitere Nahrungsmittel sorgen für Übergewicht und verursachen auf lange Sicht Krankheiten, sogenannte Zivilisationskrankheiten. Dazu gehören Leiden wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen, Erkrankungen der Leber und anderer Organe.

Keine kurzkettigen Kohlehydrate und gesättigten Fette

Diese Krankheiten senken nicht nur die Lebensqualität sondern verursachen auch eine erektile Dysfunktion. Es gilt daher, unbedingt auch in jungen Jahren eine gesunde Ernährungsweise zu pflegen. Langkettige Kohlehydrate, ungesättigte Fette und Eiweiß mit einer guten biologischen Verfügbarkeit für den menschlichen Körper sollten ganz oben auf der Einkaufsliste stehen. Die Versuchung ist allerdings groß. Das Junkfood gibt es an jeder Ecke und wird zu günstigeren Preisen angeboten als die gesunden Nahrungsmittel.

Den inneren Schweinehund überwinden

Zudem scheint es so einfach. Pizza aus der Packung nehmen, in den Ofen schieben und nach zwanzig Minuten ist das Essen fertig. Man muss nicht stundenlang am Herd stehen. Da ist es wichtig, den inneren Schweinehund zu überwinden, um langfristig davon zu profitieren. Zudem schmeckt selbstgekochtes Essen auch besser als das fertige Junkfood aus dem Supermarkt.

Auf Zigaretten verzichten

Auch andere Genussmittel sollten nur in Maßen genossen werden, wenn überhaupt. Rauchen beispielsweise. Der blaue Dunst wirkt sich nachteilig auf die Blutgefäße aus und verursacht Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems. Und ein ungehinderter Blutfluss ist eben grundlegend wichtig, wenn eine Erektion aufgebaut werden soll. Und darüber hinaus ist Rauchen heute out, keine Frau will mehr mit einem Mann ins Bett steigen, der wie ein wandelnder Aschenbescher riecht. Ganz zu schweigen von der berühmten aber nicht besonders anregend riechenden Zigarette danach.

Sport hält fit und sorgt für das Alter vor

Zudem ist es von Vorteil, die körperliche Fitness zu steigern, wenn es mit dem Sex im Alter klappen soll. Hierbei kann Mann unter zahlreichen Sportarten auswählen, mit denen er sich fit halten kann. Ganz gleich, welche Sportart gewählt wird, es ist wichtig, ein Training zu wählen, das den Körper ausgewogen trainiert, also sowohl möglichst alle Muskelgruppen als auch die Kondition und damit das Herz-Kreislauf-System. Das heißt also im Fitnessstudio: Hände weg von den Maschinen, denn mit denen trainiert man sich auf lange Sicht ein Ungleichgewicht bei den Muskelgruppen an, körperliche Probleme folgen. Und zum Aufwärmen geht’s ab auf das Spinningrad oder auf die Laufstrecke, um die Ausdauer zu verbessern.

Das passende Training

Wer bereits etwas übergewichtig ist, kann sich schonendere Sportarten wählen, bevor er sich an die Eisen oder auf die Laufstrecke wagt, denn bei starkem Übergewicht ist dies nicht vorteilhaft für die Gelenke. Besser ist Schwimmen, da diese Sportart einerseits effektiv ist zum Aufbau der Muskeln und zum Abnehmen und andererseits die Gelenke schon, da sie den Körper entlastet. Danach sollte der passende Trainingsplan aufgestellt werden. Für Anfänger eignet sich ein regelmäßiges Ganzkörpertraining, für Fortgeschrittene ist ein Dreier-Split geeignet, wobei jeweils ein Tag Pause zwischen den Trainingseinheiten liegt. Grundlegende Übungen sind Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken und Klimmzüge. Unerfahrene Sportler sollten sich von den Trainern in die Grundübungen einweisen lassen, da die richtige Übungsausführung wichtig ist.

Kommunikation zwischen den Partnern ist wichtig

Ein ganz wichtiger Punkt beim Sex während des Alterns und im Alter ist allerdings die Kommunikation zwischen den beiden Partnern. Denn wenn die Jahre der gemeinsamen Beziehung ins Land gehen, wird einerseits zwar die Vertrautheit vertieft, da man sich genau kennenlernt. Dies führt andererseits dazu, dass man denkt, der Partner würde die eigenen Bedürfnisse genau kennen und eine Kommunikation ist nicht nötig. Zudem kann eine Langeweile vor allem im Bett eintreten, wenn man sich nur auf das Altbewährte konzentriert.

Wünsche nach exotischen Sexpraktiken behutsam äußern und Bedenkzeit geben

Denn die Wünsche und Bedürfnisse von Menschen können sich über die Jahre ändern, ohne dass es von dem Menschen selbst bemerkt wird. Wenn diese Bedürfnisse nicht kommuniziert werden, kann der Partner natürlich nicht darauf eingehen, Langeweile im Bett droht. Also reden, reden, reden. Und keine Angst, der Partner wird niemanden verurteilen, wenn neue Wünsche geäußert werden. Wobei der Wunsch nach ungewöhnlichen Sexpraktiken natürlich erst einmal behutsam angesprochen und dem Partner Bedenkzeit gegeben werden lassen sollte. Niemand wird beispielsweise von jetzt auf gleich zur herrschenden und fordernden Domme oder zum unterwürfigen Sub, wenn vorher nur Blümchensex angesagt war. Doch nach einem behutsamen Gespräch und einer Bedenkzeit, in der sich das befremdliche Kopfkino vielleicht in lustvolle Phantasien gewandelt hat, sind vielleicht erste Schritte in dem unbekannten Terrain möglich. Es gilt aber immer: Alles kann, nichts muss, es muss beiden Partnern gefallen, niemand wird zu etwas gezwungen.

Hilfe bei einer erektilen Dysfunktion

Bei allen Gesprächen, den lustvollen Spielen und der Prävention in der Jugend, eine erektile Dysfunktion kann jeden treffen, ganz gleich, was der Grund hierfür ist. Doch Mann kann beruhigt sein, die erektile Dysfunktion ist kein unabwendbares Schicksal mehr. Seit einigen Jahren gibt es effektive Hilfe gegen das Phänomen, das sehr weit verbreitet ist. Viagra, Levitra und Cialis helfen zuverlässig, damit der Mann wieder eine Erektion aufbauen kann. Vor der ersten Einnahme der Potenzmittel sollte Mann sich allerdings von einem Arzt beraten und untersuchen lassen, um die Ursache der erektilen Dysfunktion herauszufinden, die – wie bereits erwähnt – in der Regel mit tiefer liegenden körperlichen oder seelischen Erkrankungen und Faktoren zusammenhängen. Dann steht einem lustvollen Sex im Alter nichts mehr im Wege.