Die intimen Beziehungen der älteren Männer: voller Stillstand oder?

sexuelle Aktivität bei älteren MännernBei den jungen und aktiven Menschen nimmt der Geschlechtsverkehr einen bedeutenden Platz im Leben ein. Was muss man dann machen, wenn der Prozess des Altwerdens bemerkbar und unumkehrbar wird? Wie muss man sich auf den Intimverkehr nach 60 Jahren beziehen, und inwiefern wichtig ist es für unseren Körper? Unterschiedliche Mythen sind mit dem Intimverkehr im fortschreitenden Alter verbunden. Die meisten jungen Leute behaupten sogar zum Spaß, dass die sexuellen Akte der Senioren für ihre Gesundheit schädlich sind und zu den ernsthaften Verletzungen führen können. In der Wirklichkeit sieht all das viel optimistischer aus, da die älteren Menschen sehr oft auf einen langen und bequemen Geschlechtsverkehr stehen und sich solchem Zeitvertreib mit ganzem Leib und Seele widmen.

Die älteren Menschen sind viel aktiver, als die Jugendlichen

Wenn man ein Gespräch zum Thema des Geschlechtsverkehrs anknüpft, zieht man normalerweise nur die jungen Menschen, im schlimmsten Fall bis 40 Jahren, in Betracht. Der gesunde Körper fordert aber das Seine sogar im Alter von 50, sowie 60 Jahren und sogar in mehr fortgeschrittenen Alter. In einigen Sanierungssystemen gilt der regelmäßige Geschlechtsakt als ein notwendiger Bestandteil und unabdingbare Bedingung für die Erhaltung der Jugend und Verbesserung der Qualität des Lebens. Verwunderliche Tatsache haben die Wissenschaftler festgestellt: Es ergibt sich, dass die Menschen im Alter von 56 bis 65 Jahren viel aktiveres sexuelles Leben führen, als die 25-Jährigen, die des Öfteren keinen festen Partner haben. Darüber hat der Psychologe Elmar Brähler aus der Leipziger Universität erzählt. Nach den Angaben der Leipziger Wissenschaftler ist das sexuelle Leben der Menschen über 60 Jahre innerhalb der letzten 15 Jahren viel aktiver geworden.

E. Brähler ist der Auffassung, dass dies durch die allgemeine Verbesserung des Gesundheitszustands von den Menschen im späten Alter begünstigt wurde. Das Verblühen der sexuellen Aktivität ist am häufigsten durch die gesundheitlichen Probleme, die Nebenwirkungen von unterschiedlichen Medikamenten oder den Verlust des Partners, aber keinesfalls durch das natürliche Erlöschen des intimen Interesses bedingt. Die Menschen, die zu den Zeiten des Zweiten Weltkriegs herangewachsen sind, widerlegen des Öfteren die Anwesenheit der sexuellen Begierde bei den älteren Menschen. Sie sind nicht daran gewohnt, eigene Körper zu hätscheln. Darüber hinaus wurden die meisten ohne Väter gewachsen und erzogen, darum hatten sie keine Gelegenheit die Beziehungen zwischen den beiden Elternteilen in dem späteren Alter zu beobachten und sich folglich die entsprechenden Verhaltensmuster anzueignen. E. Brähler nennt noch einen Grund der erhöhten sexuellen Aktivität bei der Viagra-Generation – unfassbare Offenheit und Ungezwungenheit in den Beziehungen zwischen den Menschen.

Die Untersuchungen der Schweden:

Die schwedische Wissenschaftler haben im Laufe von 30 Jahren – von 1971 bis 2001 – viele Umfragen von Menschen über 70 Jahren in Bezug auf ihre sexuelle Aktivität durchgeführt und letztendlich festgestellt, dass unter den verheirateten Männern die Zahl derjenigen, die das Geschlechtsleben fortsetzen, von 53 % auf 68 % und unter den verheirateten Frauen von 38 % auf 56 % angestiegen. Überdies hat sich bei den männlichen Singles in dieser Alterskategorie die sexuelle Aktivität von 34 % auf 54 %, und bei den weiblichen Singles mehr als auf das Zehnfache, d. h. von 0, 8 % auf 12 % angewachsen, wobei die meisten von ihnen den Geschlechtsakt mindestens einmal pro Woche oder sogar häufiger treiben.
Die Fachmänner äußern die Meinung, dass die Schwächung des sexuellen Triebs und sexuellbezogener Fähigkeiten bei den bejahrten Menschen zwar erfolgt, dennoch aber ohne scharfe Grenze. Diese Kennziffern können sich erheblich unterscheiden, da hier auch der Zustand des Fortpflanzungssystems (starkes, mittleres oder schwaches), biologischer Alter, allgemeiner Gesundheitszustand und emotionelle Sphäre eine ausschlaggebende Rolle spielen. Die Ehepaare, bei denen der Gesundheitszustand im Großen und Ganzen besser ist, können die intimen Beziehungen und sogar im späteren Alter fortsetzen.

Die ältere Frau verwandelt sich in ein energisches Mädel

Es herrscht die Meinung, dass die Frauen nach der Menopause die Fähigkeit zum sexuellen Genuss verliert, jedoch ist heutzutage solche Meinung durch keine Beweise bestätigt. Selbstverständlich spiegeln sich die hormonellen Veränderungen auf der sexuellen Sphäre wider. Zum Teil können sie zu der Trockenheit der Scheide und Entstehung der schmerzlichen Empfindungen führen, die die intimen Beziehungen erschweren. Jedoch sind solche Erscheinungen mithilfe des Gleitgels oder spezieller intimer Cremes lösbar. Die Frauen in dem späteren Alter müssten sich wiederum nicht schämen, sich an den Gynäkologen oder Endokrinologen zu wenden, die helfen werden, die vorhandenen Probleme zu beseitigen oder ihnen vorzubeugen. In dem Frauenkörper ist von Natur aus die starke, mittlere oder schwache Anziehungskraft vorprogrammiert. Abhängig davon treiben die einen Frauen den Intimverkehr gemäßigt sogar in den jugendlichen Jahren, die anderen fühlen sich im Alter von 50 Jahren nicht gegen den sexuellen Akt gekühlt.

Wenn die Frau Vorliebe für die intimen Beziehungen in dem zeugungsfähigen Alter hat, geht diese Leidenschaft nach der Menopause auch nicht verloren. Darüber hinaus kann die Frau sogar in der neuen Alterskategorie solche Vorräte von sexueller Kraft und Energie an sich spüren, die sie in der Jugend nicht aufwies. Die Soziologen haben noch eine interessante Bemerkung dem breiten Publikum dargestellt: Die Frauen, die zumindest zwei Kinder geboren haben, verspüren den Rückgang von sexuellen Begierden und Fähigkeiten mit Alter viel langsamer. Die soziologischen Erforschungen haben auch bewiesen, dass viele Frauen im Alter von 60 – 70 Jahren einen Wunsch nach sexuellen Beziehungen hegen. Leider ist die durchschnittliche Lebenserwartung der Männer um 10 – 12 Jahre kürzer, als bei den Frauen, und wenn die Dame sogar einen Ehegatten hat, beginnen die Männer mit Alter mehr Vergnügen vom Bier und Fernsehen zu bekommen, als vom Intimverkehr mit der Geliebten. Dies erklärt sich dadurch, dass sich bei den Männern der sexuelle Trieb ungefähr von 40 Jahren abschwächt, da der Spiegel vom Testosteron im Blut verringert wird.

Der Mann ist wieder ein Herakles

Alle kennen 12 Taten des Herakles, aber kaum jemand hat über seine dreizehnte Tat gehört, als der altgriechische Hengst während einer Nacht 50 Töchter des Zaren Thespios im Bett hatte. Die Sexologen glauben, dass hervorragende sexuelle Reserven jedem gesunden Mann eigen sind. Jedoch ist es auch bekannt, dass die Potenz des Mannes mit seinem Alter zusammenhängt. Obwohl bis 60 – 70 Jahren der sexuelle Trieb des Mannes erhalten bleibt, verringert sich die Herstellung der Hormone mit Alter, darum fühlt man sich gezwungen mehr Kraft für die Realisierung der männlichen Fähigkeiten aufzuwenden. Nichtsdestotrotz sind viele Fachmänner der Meinung, dass der Mann in der Lage ist sogar im Alter von 70 Jahren ein Kind zu erzeugen. Die Verringerung des Spiegels von Testosteron, die bis zum bestimmten Grad mit der Senkung der männlichen sexuellen Funktion verbunden ist, beginnt ab Alter von 30 Jahren, und zum Alter von 75 Jahren sinkt der Gehalt an Testosteron im Blut auf 50 %. Das gilt als normale Folgerung der Prozesse des Altwerdens, bedeutet aber jedoch nicht, dass diese Abschwächung der sexuellen Funktion unumkehrbar ist. Der Mangel an Testosteron zeigt sich nicht nur in der Senkung der sexuellen Aktivität, sondern auch in der fehlenden Kraft und Ausdauer bei den physischen Belastungen, in der Entstehung der Depressionen und Reizbarkeit, sowie der Vergrößerung des Fettgewebes. Der Spiegel von Testosteron gilt als Regulator von allgemeiner männlicher Gesundheit: er wirkt auf den Blutdruck, Anfälligkeit für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und, natürlich, auf erektile Dysfunktion.