Flaute im Bett? Dann riskiert mal was

Eine langjährige Beziehung ist etwas Schönes. Man kennt sich und weiß, daß man sich stets aufeinander verlassen kann. Nach einigen Jahren ist ein felsenfestes Urvertrauen da, das die Bindung festigt. Allerdings fahren sich bei vielen Paaren mit den Jahren auch die Strukturen ein. Dies kann in vielerlei Hinsicht positiv sein, da man sich nicht immer auf etwas Neues einstellen muß. Doch im Bett kann sich dies negativ auswirken. Der Mensch ist kein statisches Wesen, seine Bedürfnisse ändern sich vielmehr, vor allem in sexueller Hinsicht. Viele Menschen trauen sich jedoch nicht, dem Partner diese neuen Bedürfnisse zu kommunizieren. Was falsch ist, denn oftmals ist auch beim Partner der Wunsch nach Veränderung da. Oder es fehlen schlicht die Ideen, wie die eingefahrenen Strukturen durchbrochen werden können. Dann sollte man sich Ideen holen und auch einmal etwas riskieren. Einige Vorschläge.

Kommunikation ist die Grundlage eines erfüllenden Sexlebens

Über die schönste Nebensache der Welt sollten sich Paare von Zeit zu Zeit Gedanken machen und sich über ihre Wünsche und Bedürfnisse austauschen. Ist das Sexleben noch befriedigend? Oder muß frischer Wind ins Schlafzimmer? Dabei muß es ja nicht immer das Schlafzimmer sein, in dem man Sex hat. Man kann neben den verschiedenen Stellungen und den Orte und den Sexpraktiken variieren. Alles kann, nichts muß, lautet die Devise. Aber eine Grenze ist zu beachten. Es soll alles im Rahmen der Bedürfnisse der beiden Partner bleiben. Die Grenze des Partners soll respektiert und nicht mit Nachdruck erweitert werden. Daher ist Kommunikation sehr wichtig und die folgenden Ratschläge sollten eben als Tipps und Anregung gesehen werden.

Mit Essen spielt man nicht? Von wegen

Wer kennt nicht die mahnenden Worte, wer hat sie als Kind nicht von den Eltern gehört? „Mit Essen spielt man nicht.“ Dies ist in der Regel auch so, doch bei der schönsten Nebensache der Welt kann man schon einmal eine Ausnahme machen. Cineasten, die den Film 9 ½ Wochen gesehen haben, wissen, wovon die Rede ist. Essen ist nicht nur ein gutes Aphrodisiakum, sondern kann auch beim Sex verwendet werden. Nein, keine Gurke oder Banane. Von der speziellen Spielart „Feeding“ ist auch nicht die Rede. So kann etwa ein wenig Sahne in einer Spur vom Hals bis zur Beckenregion gelegt und dann genüßlich abgeleckt werden. Oder man füttert sich gegenseitig mit Erdbeeren. Ein Eiswürfel an den Brustwarzen wirkt wahre Wunder. Es sollte allerdings beachtet werden, daß die Milch oder der Pudding schon einige Zeit vorher aus dem Kühlschrank genommen wurden sein sollten, um aufzuwärmen. Ein Eiswürfel ist die eine Sache, aber mit eiskalter Sahne zu hantieren, kann ungemütlich werden. Und nicht jedes Nahrungsmittel ist verwendbar. So sind Steaks gut zur Vorbereitung auf den Sex, ein Kleid aus Steak zu tragen, ist allerdings nicht sehr anregend.

Ein kleiner Klapps auf den Po kann anregen

Gleichberechtigter Sex ist schön, doch manchmal kann es noch schöner sein, die Kontrolle abzugeben. Das Zauberwort lautet „SM“. Viele werden jetzt bestimmte Assoziationen haben und an dunkle Keller, Lack, Leder und Peitschen denken, doch soweit muß keinesfalls gegangen werden. SM muß nicht einmal etwas mit Schmerzen zu tun haben. Leichter SM beginnt schon, wenn ein Partner die intensivere Führungsrolle übernimmt. Natürlich kann auch etwas weiter gegangen werden, etwa mit Bondage oder Spielzeugen. Allerdings gilt hier: Vorsicht! Der Partner sollte nicht zu sehr überrascht werden, etwa indem plötzlich im Bett ohne Vorwarnung die Peitsche geschwungen wird. Die wirkt sehr abschreckend. Unerfahrene Paare sollten sich langsam herantasten. Viele Frauen tun sich schwer mit dem Wunsch nach einer etwas intensiveren Gangart. Ein Einstieg ins Thema könnte etwa ein kleiner Klapps auf den Po beim Sex sein (nicht übertreiben!). Und wer weiß, vielleicht steht sie darauf, wenn er SIE bittet, ein wenig die Peitsche zu schwingen?

Der Reiz des Verbotenen

Sex muß nicht immer in der Abgeschiedenheit der eigenen vier Wände stattfinden. So kann dieser etwa auch im Auto ausgeführt werden, wenn nicht ein durchspielen des Kamasutra auf dem Plan steht. Denn in den meisten Wagen sind die möglichen Stellungen sehr begrenzt, die Missionars- und Reiterstellung gehen jedoch immer. Allerdings sollten stets zwei Regeln eingehalten werden. Der Motor bleibt aus, wenn man loslegt. Ein Blowjob bei 100 km/h mag durchaus den Adrenalinpegel heben, doch ein Unfall ist praktisch vorprogrammiert. Zudem sollte das Auto an einem Ort stehen, der nicht einsehbar ist. Der Reiz erwischt zu werden, ist zwar ein anregender Nervenkitzel, doch eine Anzeige wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses ist eher abtörnend. Das gilt auch bei Sex im Freien. Doch ein Quickie auf einer abgelegenen Wiese oder am Strand ist durchaus romantisch und anregend. Zumindest solange am Strand darauf geachtet wird, daß kein Sand ins Getriebe kommt.

Kleine Hilfsmittel, um das Vergnügen zu steigern

Nach Jahren der Beziehung kann es auch sein, daß sich eine kleine erektile Dysfunktion eingeschlichen hat, welche den Sex erschwert, auch wenn etwas Neues ausprobiert werden soll. In diesem Falle helfen kleine Aphrodisiaka weiter. Bereits einige einfache Nahrungsmittel helfen weiter, wie etwa Austern. Bereits Mais wirkt anregend. So wird das romantische Abendessen bereits zum kleinen Vorspiel. Zudem können wie bereits beschrieben anregende Nahrungsmittel in das Spiel eingebunden werden. Bei einer schwereren erektilen Dysfunktion, bei der die natürlichen Potenzmittel nicht mehr helfen, kann auf dem Pharmamarkt eine Abhilfe gefunden werden, die zuverlässig hilft und die wohl jeder kennt – Viagra.

Viagra, Cialis und Levitra sollten allerdings nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden, da sie für bestimmte Risikogruppen nicht geeignet sind. Aber der Arzt muß ja nicht zwangsläufig in jedes Detail des lustbringenden Vorhabens eingeweiht werden.